Weiterbildung in Unternehmen birgt viele Herausforderungen. In diesem Artikel gehen wir auf die Frage der Nachhaltigkeit ein: Wie stellen wir die Nachhaltigkeit von Lernmaßnahmen sicher? Wie sorgen wir dafür, dass nach einem Training nicht alle Teilnehmer ins Tagesgeschäft übergehen und das Gelernte vergessen? Wir stellen unterschiedliche Ansätze vor und zeigen, wie chunkx dabei unterstützt, den Lerntransfer zu steigern und einmalige Lernmomente in nachhaltige Lernerfahrungen umzuwandeln.
Faktoren für einen erfolgreichen Lerntransfer
Lerntransfer steht für die Fähigkeit, eine gelernte Problemlösung auf eine andere, vergleichbare Situation zu übertragen. Durch eine einzelne Lernmaßnahme findet selten ein nachhaltiger Lerntransfer statt. Drei entscheidende Faktoren wollen wir beleuchten: emotionale Ereignisse, Zeit und Wiederholung.
1. Die Bedeutung emotionaler Ereignisse für den Lerntransfer
Ein nachhaltiger Lerntransfer wird durch die Verinnerlichung der Inhalte ermöglicht. Verinnerlichung findet statt, wenn Lernereignisse nicht nur rational durchlaufen, sondern emotional erlebt werden. Emotionen können bereits durch intensives Zuhören oder das gedankliche Übertragen des Gelernten auf eigene Erfahrungen erzeugt werden – begünstigt durch sogenannte Irritationserfahrungen, die spezifische Emotionen auslösen.
Irritationserfahrungen ergeben sich z.B. dadurch, dass alltägliche Handlungsroutinen scheitern und eine Differenz zum eigenen Wissensstand erlebbar wird. Erst aus dieser Differenzerfahrung heraus ergeben sich persönliche Lerngründe.
Irritationserfahrungen lassen sich erreichen, indem man zu Beginn einer Veranstaltung nach dem persönlichen Bezug fragt, selbstreflektierende Fragen stellt oder Rollenspiele und Erfahrungsaustausch einsetzt. Bei der Erstellung von Lerninhalten in chunkx achten unsere geschulten Autoren darauf, reflexive Fragen regelmäßig in Micro-Learning-Units einzubauen.
2. Der Zusammenhang von Lernzeit und Lerntransfer
Die Chancen, eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, liegen mit einem 5-Tages-Training höher als mit einem 1-Stunden-Workshop. Leider steht nur begrenzte Zeit zur Verfügung – die Frage lautet stets, wie man Lernziele besonders effizient erreicht.
Digitale Tools helfen dabei, Zeit produktiver zu nutzen. Blended-Learning-Konzepte kombinieren Methoden und Medien bestmöglich: Inhalte können vorab digital vermittelt werden, sodass das Präsenztraining kürzer und fokussierter wird. Unsere Lern-App chunkx unterstützt zusätzlich durch adaptive Inhaltsauswahl – nach jeder Aktion wird die Auswahl neu an den Nutzer angepasst.
Lernen aus den zeitlichen Grenzen eines Workshops zu befreien stand bei der Entwicklung von chunkx von Anfang an im Vordergrund. Alles, was wir nach dem Training nicht gleich anwenden, verblasst schneller als uns lieb ist. Daher gilt es, für kontinuierliche Reflexionsmomente zu sorgen – verteilt über einen längeren Zeitraum.
3. Die Bedeutung von Wiederholungen für den Lerntransfer
In klassischen Lernformaten finden Wiederholungen wenn überhaupt nur in Form von Zusammenfassungen statt. Man schätzt, dass man Lernstoff etwa sechs Mal wiederholen muss, um ihn im Langzeitgedächtnis zu speichern – nicht um ihn auswendig zu lernen, sondern um ihn für den Transfer im Berufsalltag parat zu haben.
In chunkx lösen wir die veraltete Trennung von Lernen und Testen auf. Jede Micro-Learning-Einheit beinhaltet eine Lernaufgabe, die einerseits interaktive Lernprozesse anregt und andererseits der App dabei hilft zu lernen, was wiederholt werden soll. So entsteht nicht nur ein individuelles und adaptives Lernerlebnis, sondern auch eine optimale Unterstützung des Lerntransfers.
Nachhaltigkeit und ein gelungener Lerntransfer sind entscheidend für den Erfolg von Lernmaßnahmen. Emotionale Ereignisse, Zeit und Wiederholungen sind die drei zentralen Hebel – und chunkx setzt an allen dreien gleichzeitig an.